Bildungsverbund Urbane Künste 2022-05-13T10:11:03+00:00

Bildungsverbund Urbane Künste

Im Bildungsverbund Urbane Künste entsteht in der Bezirksregion Alexanderplatz und darüber hinaus ein Netzwerk von Bildungseinrichtungen sowie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Kulturinstitutionen, Architekt*innen, Künstler*innen und Kulturschaffenden.

Mit den Themenschwerpunkten Urbane Künste, Architektur, Stadtgeschichte und Design verfolgt der Bildungsverbund den Aufbau nachhaltiger, dauerhafter Kooperationsbeziehungen zwischen den Netzwerkmitgliedern.

Der Bildungsverbund fördert Projekte in den Bereichen Stadtintervention, Jugendkulturen wie Mode, Objekt- und Streetart, sowie der Beschäftigung mit historischer Stadtbetrachtung oder kreativer Stadtgestaltung. Die im Verbund beteiligten Einrichtungen mit ihren Mitgliedern sind aufgerufen in künstlerischen Projekten die Rolle partizipativer Stadtnutzer*innen einzunehmen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche hierüber für ihr eigenes Lebens- und Wohnumfeld und kulturhistorische wie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu sensibilisieren und sie zur Mitgestaltung zu motivieren. Ihre Wünsche und Träume sollen für die Entwicklung ihres Wohnumfeldes und der Lernorte aktiv einbezogen werden. Die Gestaltung der Übergänge von Grund- zur Oberschule soll begleitet, Willkommenskulturen und außerschulische Lernorte in den Alltag mit eingebettet werden.

Fotos: Natalia Hosie, Valeria Schwarz und Yannick Spiess


Steuerung und fachliche Begleitung:

BA Mitte – Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte

Programmleitung:

Isabel Jäger
Tel.: 030 9018-33482
E-Mail: isabel.jaeger@ba-mitte.berlin.de

und

Anne Pfennig
Tel.: 030 9018-33481
E-Mail: anne.pfennig@ba-mitte.berlin.de

Der Bildungsverbund „Urbane Künste“ wird gefördert durch das Programm „Lokale Bildungsverbünde nachhaltig sichern und stärken“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie:
www.berlin.de/sen/bildung/unterstuetzung/bildungsverbuende/

Projekte des Bildungsverbundes

Im Jahr 2022 lädt das Kunstkollektiv iCollective e.V. und zuloark Kinder und Jugendliche ein, die Rolle von Kunst und Gemeinwohl im Bezug zur Stadtentwicklung zu untersuchen.

Im Projekt „Die Solidarische Stadt“ reflektieren Jugendliche mittels der Kunst über Ressourcen im urbanen Raum, deren solidarischen Verteilung und den Begriff Gemeinwohl und werden angeregt, sich darüber künstlerisch zu äußern. Ziel ist, sich Gedanken über die Stadtentwicklung zu machen und dabei den eigenen Lebensraum mitzugestalten.

Das Team von Er(be)leben vertieft damit die schulischen Kooperationen, erweitert die Themen der vergangenen Projektjahre und bringt Jugendlichen Themen wie öffentlicher Raum, Erbe, Stadt bzw. Stadtentwicklung und Gemeinschaft näher.

In Anlehnung zum Konzept der diesjährigen Documenta in Kassel wird mit den Schülerinnen und Schülern über materielle und immaterielle Ressourcen reflektiert, die im urbanen Raum zur Verfügung stehen. Was versteht man unter Ressource und wie werden sie verteilt? Im Idealfall sollen Wissen, Nahrung, Energie, Wasser, Land, Zeit und/oder Daten so verteilt werden, dass sie dem Gemeinwohl dienen.

Was versteht man unter Gemeinwohl bzw. wessen Bedürfnisse werden dabei berücksichtigt? Gerade aus einer intergenerationalen Perspektive öffnet diese Frage neue Konflikte, wenn man unseren jetzigen Gebrauch der Ressourcen betrachtet, die auf Kosten der zukünftigen Generationen basiert.

Welche weiteren Konflikte gibt es in der Verteilung von urbanen Ressourcen und wie können konsensorientierte Lösungen gefunden werden?

In verschiedenen Workshopphasen werden die Schüler*innne selbst zu Stadtplaner*innen, Künstler*innen und Vermittler*innen.

Im Jahr 2021 lädt das Kunstkollektiv iCollective e.V. und zuloark Kinder und Jugendliche ein, sich als kreative Stadtbewohner*innen künstlerisch am Diskurs über den öffentlichen Raum zu beteiligen.

Unter dem Thema smart cities sollen Schüler*innen kreative Lösungsansätze für die selbst festgestellten Probleme im öffentlichen Raum erarbeiten. Ziel ist es, Ideen zu sammeln, wie Städte effizienter, sozial inklusiver und damit lebenswerter gestalten werden können.

Das Team vom Projekt „Er(be)leben“ möchte die Arbeit der letzten Jahre vertiefen und Schüler*innen Themen wie öffentlicher Raum, Erbe, Stadt und Stadtentwicklung nahe bringen. Gemeinsam mit Schüler*innen geht das Team der Frage nach, was smart (deutsch: intelligent) in Bezug auf das städtische Leben ist und was das genau für ein nachbarschaftliches Umfeld bedeutet. Können Probleme wie Umweltverschmutzung, demographischer Wandel oder Ressourcenknappheit bspw. durch Digitalisierung abgefedert werden?

Darüber hinaus leben Städte wie Berlin von Kunst bzw. Kultur und viele Kunstschaffende lassen sich vom urbanen Raum und zufälligen Begegnungen in der Stadt inspirieren. Aus diesem Grund werden die im Rahmen der städtebaulichen Veränderungen entlang des II. Bauabschnitts an der Karl-Marx-Allee entstehenden temporären Kunstinstallationen im öffentlichen Raum unter dem Thema „Art Cities“ ebenfalls Teil des Programms.

In verschiedenen Workshopphasen werden die Schüler*innne selbst zu Stadtplaner*innen, Künstler*innen und Vermittler*innen. In den Straßen Berlins setzen sie sich mittels Performance, Film, Fotografie und Zeichnungen mit den Orten auseinander und entwickeln gemeinsam neue urbane Konzepte.

Im Jahr 2020 nehmen die Kunstkollektive iCollective e.V. und zuloark gemeinsam mit Schüler*innen das Thema Stadt und Nachhaltigkeit in den Fokus:

Was ist es in den Augen junger Bürger*innen innerhalb der Stadt wert, zu erhalten und zu pflegen? Ziel in diesem Jahr ist es, gemeinsam mit den Jugendlichen den Stadtraum neu zu entdecken, ihn als Lernmöglichkeit zu nutzen und spielerisch zu einer Plattform für temporäre, künstlerische Interventionen zu verwandeln, die Vergangenheit und Zukunft zusammenbringen. Bereits in den letzten zwei Projektphasen von „Er(be)leben“ äußerten die teilnehmenden Schüler*innen Wünsche und Sorgen für den Erhalt der Natur innerhalb der Stadt. Diese Aufforderungen bleiben nicht im kleinen Kontext von Er(be)leben sondern sind die Basis einer in den letzten Jahren weltweit entstandenen Jugendbewegung, die unter dem Namen „Fridays for Future“ für einen ökologisch bewussteren Umgang mit den Ressourcen aufruft.

Wie kann Kunst dazu beitragen, den Alltag bzw. das Leben in der Stadt nachhaltiger neuzudenken? Wie kann Er(be)leben Jugendliche unterstützen, damit ihre Zukunft bei der Gestaltung des jetzigen Lebensstils berücksichtigt wird? Welche Rolle können die Jugendlichen der Hauptstadt als Impulsgeber*innen für ein nachhaltiges Leben spielen?

Während die Schüler*innen sich in Workshopphasen künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzen, finden parallel Reflektionsgespräche statt, damit die Teilnehmenden ihre eigene Meinung zu nachhaltigen Lebensstilen in der Stadt entwickeln. Dabei orientiert sich das Projekt am Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. BNE befähigt Menschen zu einem zukunftsfähigen Denken und Handeln. Dabei stehen verschiedene Fragen im Vordergrund, wie z.B.: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen in meiner Kommune oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Am Ende dieser Phase sollen verschiedene Konzepte zur Gestaltung dieser Stadt verfasst und in die Öffentlichkeit getragen werden.

Auch dieses Jahr lassen die Kunstkollektive  iCollective e.V. und zuloark gemeinsam mit Schüler*innen der Grundschule Neues Tor und des Max-Planck-Gymnasiums mit der Leitfrage “Was ist die Stadt als (politisches) Gesamtkunstwerk für dich?” das Projekt im Jubiläumsjahr des Bauhauses zum zweiten Mal aufleben. Das auf den urbanen Raum interpretierte Konzept des Bauhauses motiviert die Teilnehmer*innen dazu, den Stadtraum neu zu entdecken, ihn als Lernmöglichkeit zu nutzen und spielerisch zu einer Plattform für temporäre, künstlerische Interventionen zu verwandeln, die Vergangenheit und Zukunft zusammenbringen. Dabei wird der demokratische und experimentelle Charakter des Bauhauses mit in die Vorgehensweise eingebracht: wie können Kinder und Jugendliche den Alltag bzw. das Leben in der Stadt experimentell neudenken?

Auf den Spuren der Historie und Perspektive(n) untersuchen die Teilnehmer*innen gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen während regelmäßiger Gruppen-Workshops jeweils drei Orte in Berlin Mitte: das Haus der Statistik, das Alexa am Alexanderplatz und den Holzmarkt am Spreeufer. Neben der Bedeutung, die diese Orte im alltäglichen Leben der Teilnehmer*innen haben, wird auch die Nachvollziehbarkeit der Stadtentwicklung thematisiert, um anschließend mit den Gruppenmitgliedern zu reflektieren, wie sie als junge Erbeträger*innen aktiv an ihr mitwirken können.

Als Ausdruck dieses kontinuierlichen Lernprozesses gestalten sie gemeinsam mit den Künstler*innen jeweils ein bis zwei Kunstprojekte zum untersuchten Ort, die in einer anschließenden Ausstellung präsentiert werden: in  differierenden Formaten  wird ihre eigene Positionierung über die Nutzung der Stadt gespiegelt, die sie damit assoziieren.

So baut eine der beiden Gruppen des Haus der Statistik gemeinsam mit der Künstlerin Vanessa Farfán ein Modell von dem Gebäudekomplex. Dabei experimentieren die Jugendlichen mit der von Farfán selbstentwickelte Methode der AeSthetistik, einem Wortspiel aus Ästhetik und Statistik, als Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen und ästhetischen Erfahrungen. Die zweite Gruppe entwickelt gemeinsam  mit dem Künstler Rubén González Escudero ein Video über den Aufbau der Ortsgeschichte und seine möglichen Zukunftsbilder. Die jungen Teilnehmenden wählen  einen Lernprozess, durch den sie die Relevanz und Herausforderungen eines partizipativen Projektablaufs, die auch die beteiligten Akteur*innen am (Auf-)Bau des Haus der Statistik erleben, erfahren können.

Eine der Gruppen der Alexa-Mall gestaltet gemeinsam mit der Choreographin Modjgan Hashemian eine Performance, die sich um die Körper und Bewegungsabläufe im und um den öffentlichen Raum Alexa und Alexanderplatz dreht. Eine weitere Gruppe erarbeitet eine Sound-Performance mit dem Musiker Raúl Bastida, für die sowohl visuelle als auch akustische Eindrücke synästhetisch interpretiert und anschließend abstrahiert in Klänge übersetzt werden.

Außerdem inszeniert die Gruppe des Holzmarkts gemeinsam mit der Künstlerin Valeria Schwarz und dem Architekten Juan Chacón ein Schattentheater über die Geschichte des Holzmarkts und seine Auseinandersetzung mit dem Bezirksamt. Die Bauformen vor Ort, die Rolle der beteiligten Akteur*innen und die politischen Ereignisse sind der Ausgangspunkt für die Dramaturgie.

Alle Projekte wurden im Rahmen einer Ausstellung in der Alten Münze präsentiert. Sie läuft dort vom 29. November bis 8. Dezember 2019:

alte-muenze-berlin.de/event/erbeleben-ausstellung/

Im Jahr 2018 wurde im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres e.V. gemeinsam mit der Künstler*innengruppe iCollective e.V. und der Architektengruppe Zuloark das Projekt „Er(be)leben“ durchgeführt.

In welchem Bezug steht das gegenwärtige Leben von Jugendlichen zu der Geschichte Berlins und was verstehen sie unter „kulturellem Erbe“?

Das Projekt ludt Schüler*innen dazu ein, diese Fragen anhand vier historischer Orte in Berlin Mitte zu untersuchen. Jedem der Orte wurde ein bestimmtes Konzept zugeordnet: das Nikolaiviertel wurde mit Austausch, die Klosterkirchenruine mit Innovation, der Alexanderplatz mit Konflikt und die Karl-Marx-Allee mit Mobilität verknüpft.

Jede Schüler*innengruppe entwickelte ein künstlerisches Projekt, das in einer Ausstellung in der Alten Münze präsentiert wurde. Hierbei begann eine Reihe von Diskussionen über die Zukunftsperspektiven rund um diese Orte. Die Ergebnisse dieser Gespräche wurden in einem Manifest für urbane Rechte junger Menschen im öffentlichen Raum festgehalten und als LED-Text in der Klosterkirchenruine veröffentlicht.

Die Absicht von Er(be)leben war es, Jugendliche als lebendige “Erbenträger/innen” anzusprechen, also als junge Menschen, die das Erbe Europas miterleben und auf ihre persönliche Art und Weise weitertragen. Denn ihr Verständnis von Erbe kann anders sein als institutionelle Auffassungen. Ziel war es, gemeinsam mit den Jugendlichen den Stadtraum neu zu entdecken, ihn als Lernmöglichkeit zu verstehen und spielerisch zu einer Plattform für künstlerische Interventionen zu verwandeln, die Vergangenheit und Zukunft zusammenbringen. Dabei schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von Stadtplaner*innen, Künstler*innen und Vermittler*innen.

Einblicke in das Projekt:

www.icollective-berlin.com/wp-ico/erbeleben/

www.webstagram.one/tag/erbeleben

Artikel zum Projekt auf der Online-Plattform „Kultur Mitte“ von Anna-Lena Wenzel: „Stadteroberungen – Über die Ausstellung „Er(be)leben“ in der Alten Münze“

Projektträger und Koordination:

iCollective e.V. in Kooperation mit Zuloark

Valeria Schwarz
E-Mail: info@icollective-berlin.com
www.icollective-berlin.com
http://zuloark.com

Weitere Einblicke in die Projekte von Er(be)leben: www.erbeleben.de und www.instagram.com/erbeleben/?hl=en

Im Sommer/Herbst 2020 wird am Gedenkort Güterbahnhof Moabit ein Projekt mit Schüler*innen der 7. Klasse der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und Künstler*innen von Tanz Theater Dialoge e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Thomas Lucker durchgeführt. Zentral ist die Auseinandersetzung mit den Themen Verfolgung, Flucht und Deportation vom größten Berliner Deportationsbahnhof, – dem Güterbahnhof Moabit – während des nationalsozialistischen Regimes und der Biografie eines jungen Mädchens namens Marianne und ihrer Großmutter Lise. Das Projekt operiert mit einem theaterpädagogischen Konzept, das die performativen und bildenden Künste in den Dienst von kultureller und politischer Bildung stellt. Um dies mit einer 7. Klasse umzusetzen, besteht das Projekt aus drei Teilen mit je einem darstellerischen oder handwerklichen Ansatz, die sich zuerst einzeln entwickeln und schließlich in „Mariannes Geschichte“ und am Gedenkort miteinander verknüpft werden. Exkursionen zu unterschiedlichen Gedenkorten Berlins (z.B. Gedenkort für die Kindertransporte an der Friedrichstraße, Spiegelwand zum Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten aus Steglitz, Hermann-Ehlers-Platz, Holocaust-Denkmal in Mitte) verdeutlichen den Jugendlichen verschiedenen Formen der künstlerischen Umsetzung von Gedenken.

SchülerInnen des Projektes bearbeiten unter Anleitung des Bildhauers Thomas Lucker Ytong-Steine. Fotos: Sabeth Schmidthals

Weitere Einblicke in das Projekt: www.tanz-theater-dialoge.de/die-geschichte-von-marianne-und-ihrer-grossmutter-lise-herbst-kuenstlerische-interventionen-am-gedenkort-gueterbahnhof-moabit/

Seit 2017 werden Vermittlungsformate für die historisch interessanten Zeitzeugnisse im Stadtraum Berlin Mitte, der Klosterruine und dem Bärenzwinger, für SchülerInnen entwickelt und durchgeführt. Dabei werden die beiden Bauwerke mit dem Märkischen Museum in Bezug gesetzt. Durch den Dreiklang bauliches Zeitzeugnis – Stadtraum – Originalobjekt im Museum soll für die jugendlichen TeilnehmerInnen ein ganzheitliches Bild entstehen und die beteiligten Stätten als kulturelle Bildungsorte gestärkt werden.

Folgende Angebote sind u.a. bislang entstanden:

„Auf den Spuren von Mönchen, Schülern und Gelehrten.“ – Actionbound von Jugendlichen für alle zur Klosterruine (für SchülerInnen der 11. Klasse)

Das Projekt beschäftigt sich mit der Geschichte des Grauen Klosters, verortet es im Berlin des Mittelalters, der Reformationszeit und betrachtet die Entwicklung des dort ansässigen Gymnasiums bis in die heutige Zeit. Jugendliche erarbeiten dazu einen historischen Stadtrundgang, der das heutige Stadtbild dem alten Berlin gegenüberstellt. Der Rundgang ist in elektronischer Form der Öffentlichkeit zugänglich und eröffnet dem interessierten Publikum Pfade durch die vergangene Zeit. Die Beziehungen des Klosters zu weiteren historischen Punkten Berlins werden unterwegs erörtert.

„Die Ruine des Franziskanerklosters“ – Stadtspaziergang und Besuch des Märkischen Museums (für SchülerInnen der 3. – 6. Klasse)

Warum steht im Berliner Zentrum, unweit des Fernsehturms, eine alte Kirchenruine? Vor über 700 Jahren kamen Franziskanermönche nach Berlin, um hier, am damaligen Stadtrand, das „Graue Kloster“ zu errichten. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde dieses Kloster aufgegeben. Der berühmte Goldschmied und Drucker Leonhard Thurneisser wohnte, arbeitete und gründete hier in der Folge Berlins erste Druckerei, und wenig später wurde in den Gebäuden des ehemaligen Klosters auch das erste städtische Gymnasium von Berlin gegründet. Nach der Besichtigung und Erforschung der Ruine führt ein Spaziergang an der nahegelegenen mittelalterlichen Stadtmauer vorbei und über die Spree zum Märkischen Museum.

„Tiere in Berlin – von der Eiszeit bis in die Gegenwart“ – Besuch des Bärenzwingers und Workshop im Märkischen Museum (für SchülerInnen ab der 7. Klasse)

Die Schülerinnen und Schüler spazieren durch Berliner Geschichte und begegnen so Kultur, Handwerk und Alltag. Sie besuchen das Märkische Museum und befragen die dort präsentierten Objekte. Sie besichtigen den gegenüberliegenden Bärenzwinger im Köllnischen Park und untersuchen selbst die ehemaligen Gehege. Im Dialog mit Kulturvermittlerinnen und -vermittlern und anhand kreativer Methoden gehen die Jugendlichen der Frage nach, wie sich das Verhältnis zwischen Mensch und Tier von der Eiszeit bis heute immer wieder veränderte. Und welche Rolle nehmen wilde und domestizierte Tiere in der Berliner Großstadt heute ein?

www.stadtmuseum.de/vermittlung

Der Bärenzwinger im Köllnischen Park, dem historischen Zentrum Berlins, hat eine besondere Bedeutung für viele Berliner sowie für die Stadtgeschichte. Der heute als Kunstraum genutzte Ort möchte die in den Mauern, Strukturen und Symbolen präsente Vergangenheit in die Gegenwart führen. Das Vermittlungsprogramm für alle Altersgruppen beleuchtet unterschiedliche Aspekte des Bärenzwingers und macht den Ort auf kreative und spielerische Weise zugänglich.

Die flexible Struktur des Programmes, in dem Mal die Berliner Stadtgeschichte, die Baugeschichte und Architektur, der Berliner Bär als städtisches Wappentier und Bürgerattraktion, Tierschutzprobleme und die Umwandlung zum Kunstraum sowie allgemeine Themen wie Gefangenschaft und Freiheit im Vordergrund stehen, erlaubt eine Anpassung an die jeweilig stattfindenden Ausstellungen. Schulen, Universitäten, Feriengruppen oder anderweitig Interessierte sind eingeladen, den Bärenzwinger in seiner Vielschichtigkeit zu erkunden und das richtige Vermittlungs-Modul für sich auszuwählen.

www.baerenzwinger.berlin/Vermittlung/

Die neugegründete Grundschule „Schule 48“ in Berlin-Mitte, Ortsteil Wedding, ist im Sommer 2019 in ihre neuen Räumlichkeiten eingezogen. Der modulare Ergänzungsbau ist der erste Bauabschnitt. Direkt daneben wird das Hauptschulgebäude inklusive Sporthalle errichtet. Zum Schuljahr 2021/22 soll die vierzügige Grundschule dann komplett sein. Für diesen neuen Schulbau wurde im Jahr 2020 vom Bezirksamt Mitte ein Kunst-Wettbewerb ausgelobt und ein Entwurf des Künstlers Jorn Ebner ausgewählt, der ab 2021 im Treppenhaus installiert wird. Das Werk trägt den Titel „Zu den Sternen / Das Universum der Dinge“ und wird eine Wand- und Deckeninstallation aus Glasobjekten. Das Projekt „Raumübungen“ mit der Kunstvermittlerin Barbara Campaner begleitet die Schüler*innen im Vorfeld der Installation des Kunstwerkes künstlerisch in einer Auseinandersetzung mit Raum.

Da wir jeden Tag unseres Lebens von Raum umgeben sind, spielt er eine wichtige Rolle in unserem Zusammenleben. Jede*r hat eine individuelle Sicht auf den Raum, der uns umgibt, und nimmt ihn anders wahr. Erwartungen, die wir an einen Raum stellen, Erfahrungen, die wir mit Räumen machen, unterschiedliche Nutzungen die wir in Anspruch nehmen, konstruieren den Begriff des Raumes immer neu.

Anliegen und Ziel des kulturellen Bildungsprojektes ist die Auseinandersetzung der Schüler*innen mit den Themen „Lebens- und Lernort Schule“, „Ein Wettbewerb für Kunst am Bau“, „Kulturelle Vielfalt“, „Herkunft“ sowie die inhaltliche Erarbeitung des Kunstwerkes selbst als auch die Begleitung der künstlerisch-handwerklichen Planung des Künstlers. Dies stets mit Blick auf die eigene Lebensrealität und den Schulalltag der Schüler*innen.

Seit 2017 führt ein Team von Künstler*innen, Theater- und Kulturwissenschaflter*innen sowie -pädagog*innen angelehnt an die Ausstellungsthemen der Galerie philosophische Workshops mit Grundschulen durch. In einem mehrtägigen bis -wöchigen kreativen Prozess wird mit den Kindern praktisch geforscht und philosophisches Denken erprobt.

Die Kunstvermittlerin Daniela Herr bietet Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche verschiedener Altersstufen an. Die Kursinhalte sind inspiriert durch die jeweils aktuelle Ausstellung, aus der Motive und Techniken spielerisch aufgenommen und variiert werden.

www.galerieweisserelefant.de/vermittlung

  

Partner

Klosterstr. 73a
10179 Berlin

https://www.klosterruine.berlin

Bärenzwinger
Im Köllnischen Park
10179 Berlin

https://www.baerenzwinger.berlin

Zehdenicker Straße 17
10119 Berlin
Telefon: 030 / 40 500 1 10/11

Hannoversche Str. 20
10115 Berlin
Tel: 030 / 24088330

Singerstraße 8A
10179 Berlin
Telefon: 030/ 847 1188 30

Holzmarktstraße 25
10243 Berlin

www.holzmarkt.com

c/o Zentrum für Kunst und Urbanistik
Siemensstraße 27
10551 Berlin

Adresse Werkstatt und Haus der Statistik:

Karl-Marx-Allee 1
10178 Berlin

www.hausderstatistik.org

Quitzowstraße 141
10559 Berlin
Telefon: 030 39835210
Betreuende Lehrerin: Sabeth Schmidthals

48. Schule (Grundschule)
Gebäude Boyenstr. 1-9
10115 Berlin – Mitte
Chausseestr. 82
13353 Berlin
030 225027130

Betreuende Lehrerin: Cindy Laukert

Wallstraße 32,
10179 Berlin
Tel. 030 – 257 60 71 0